Garten mit Kids
Garten Kreatives

Glückpflücken – Gärtnern mit Kids

Persönliches

In den ersten frühlingshaften Tagen des Jahres packt mich jedes Jahr aufs Neue die Sehnsucht nach frischem Grün im Garten und vor dem Fenster. Ich warte dann eine gewisse (kurze!) Anstandszeit ab und stürme dann hochmotiviert die Gärtnerei, um mich mit allerhand Pflanzen einzudecken. Den Hinweis meines gartenerfahrenen Papas, bis zu den Eisheiligen zu warten, überhörend, finden zahlreiche Zierpflanzen und zarte Gemüsepflänzchen den Weg in den Wagen. Voller Vorfreude wird alles gepflanzt und dies durch den meist milden Frühling der letzten Jahre auch erfolgreich. Doch dieses Jahr sind die warmen Tage bisher rar und die Nachtfröste streng. Ein Blick nach draussen genügt und angesichts des Schnees im April wird klar, dass die empfindlichen Gurken- und Paprikapflänzchen es nicht geschafft haben. Welke Blätter und herabhängende Stengel sprechen eine eindeutige Sprache. 

Ziemlich flache Lernkurve 🙂 

Zugegeben, das Thema ist bei mir mit Kindheitserinnerungen belegt. Schon früh bekam ich ein kleines abgegrenztes Beet für Blumen, Lauchzwiebeln und Radieschen und konnte so den Kreislauf von Pflanzen, Giessen, Warten, Wachsen hautnah miterleben. Die Erntezeit im September ist mir als wunderbare Erinnerung mit dem Geruch von frischer Erde, direkt aus der Erde gegessenen Karotten und Erntedankfesten im Gedächtnis. Mein Aufwachsen in einem kleinen Dorf lässt sich naturgemäß schwer mit dem Leben in einer Großstadt mit all ihren Vor- und Nachteilen vergleichen, jedoch  sind es diese positiven Naturerfahrungen, die ich auch meinen Kindern ein Stück weit mitgeben möchte. 

Praktisches

Dabei muss kein großer Garten oder besonderer Boden  vorhanden sein – fürs Gärtnern eignen sich sowohl Fensterbrett und Balkon, als auch Hochbeet im Garten. Hilfreich ist es, wenn jedes Kind ein eigenes Gefäß bzw. Kasten oder eine abgetrennte Ecke im Garten zum selbstständigen Kümmern bekommt. Bei uns haben die Kinder ein Mitspracherecht, was gepflanzt wird und dann auch Aufgaben (je nach Alter selbstverständlich mit Hilfe). 

Auf dem Fensterbrett ziehen wir recht früh schon Kresse und haben dann im Hochbeet bzw. in Pflanzgefäßen: Erdbeeren, Kräuter (Schnittlauch, Basilikum, Minze), Gurken, Tomaten, Radieschen, Pflücksalat, Kohlrabi und schließlich als Sträucher Himbeeren, Johannisbeeren und Heidelbeeren. 

Lohnendes

Beim Gärtnern wird der Wachstums- und Entwicklungszyklus von Pflanzen erlebbar. Der Einfluss von Wetter bzw. Klima lässt sich gut verdeutlichen. Geduld spielt eine wichtige Rolle (etliche grüne Tomaten, unreife Beeren und winzige Radieschen sind schon in ungeduldige Münder gewandert – bei dem Mamavorbild – :)) Die Entdeckung neuer Geschmäcker wird gefördert,  ebenso das Interesse, auch mal unbekanntes (oder ungeliebtes) Obst und Gemüse auszuprobieren. Was normalerweise auf dem Teller oder im Salat bemäkelt wird, schmeckt selbstgepflückt plötzlich himmlisch :). Gefördertes Verantwortungsbewusstsein, ein gemeinsames Projekt, das verbindet, … die Liste der guten Effekte ließe sich noch fortführen.

Ich freue mich nun aufs Wachsen, Reifen, Ernten und habe es Dir hoffentlich schmackhaft gemacht 🙂

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