Compassion -Patenbriefe
Gedanken & Glaube

Nur noch schnell die Welt retten…

… und dabei die Familie, Haushalt oder Freunde vernachlässigen? Nein, so sollte es nicht sein. Doch ich möchte dir in diesem Blogeintrag etwas vorstellen, wie du – mit gar nicht so viel finanziellem und zeitlichen Aufwand – die Welt von einem Menschen, und dadurch ein großes Stück weit auch von dessen Familie verändern kannst.

In einigen Ländern in u.a. Südamerika, Afrika und Asien leben viele Menschen in Armut. In manchen Ländern ist das auf den ersten Blick von außen nicht sofort zu erkennen. In Indonesien beispielsweise ist der Unterricht zwar kostenlos – doch da sich nicht jeder Schuluniform, den Schulbus und das Schulmaterial leisten kann, können trotzdem einige nicht davon profitieren. Wessen Eltern so arm sind, dass sich deren Eltern schon nicht leisten konnten, ihnen eine Schulbildung zu ermöglichen, hat kaum Chancen, aus dieser Situation herauszukommen. Es ist hoffnungslos.

Doch auch dort gibt es Christen, und sie sehen diese Situation. Sie sehen ihre Nächsten. Aus diesem Grund eröffnen sie in ihren Kirchen Kinderzentren, in welchen Eltern ihre Kinder im Krippenalter anmelden können. Hat ein Kind einen Platz erhalten, bedeutet das, dass es dort Teil einer festen Gruppe wird. Es bekommt dort warmes Essen, regelmäßige medizinische Versorgung, die Kosten für die Schule werden übernommen, es bekommt einen persönlichen Mentor, hört von dem Gott der Bibel und wird, soweit möglich, in der Persönlichkeit und den Talenten gefördert. Das alles stemmen die Gemeindemitglieder vor Ort. Ich hatte die Möglichkeit, 2018 zwei dieser Kinderzentren zu besuchen. Die Anzahl der Kinder, die so betreut wurden, überstieg immer die Mitgliederzahl – auf eine Kirche mit 100 Mitgliedern kam ein Kinderzentrum mit 200 Kindern. Viele der Mitarbeiter machen das, was sie tun, ehrenamtlich – aus Liebe zu den Kindern.

Unsere Rolle dabei

Doch was hat das mit dir und mir zu tun – davon abgesehen, dass einem diese Frauen und Männer ein Vorbild sein können?
Einige der Kinder dürfen wissen: Es gibt da jemanden, z.B. in Deutschland, der sich für sie interessiert. Für sie persönlich. Dem sie wichtig sind. Denn diese Person gibt jeden Monat etwas von dem eigenen Geld dafür her, dass sie das Kinderzentrum besuchen können. Aber mehr noch – diese Person schreibt auch ab und zu einen Brief und betet für sie. Und genau diese Person kannst du für ein Kind werden. Offiziell „Pate“ genannt.

Wir haben inzwischen seit 4 Jahren Patenkinder bei Compassion und hatten die Möglichkeit, zwei von ihnen, wie oben erwähnt, 2018 zu besuchen. Da ich ihre Privatsphäre achten möchte, zeige ich hier im Internet keine persönlichen Fotos. Wer mich privat kennt, darf mich gerne darauf ansprechen und nach Urlaubsfotos fragen. 😊
Durch das, was wir dort gesehen haben, kann ich bezeugen: Die Mitarbeiter machen einen super Job, das Geld kommt wirklich an und wird sinnvoll verwendet und die Briefe, die man schreibt, werden wie ein Schatz aufbewahrt. Eines unserer Patenkinder, Delano, hat sie immer griffbereit auf seinem Regal liegen und ein paar davon auch als Deko an der Wand hängen. Eel, unser anderes Patenkind, hatte sie alle sortiert auf einem Stapel und Bilder von uns an der Wand. Im Gespräch auf etwas Bezug genommen, das ich Monate vor dem Treffen in einem Nebensatz erwähnt hatte.

Vielleicht fragst du dich: Um welchen Zeit- und Geldaufwand geht es? Gibt es auch andere Möglichkeiten, das zu unterstützen, als gleich eine Patenschaft abschließen zu müssen? Und wenn das einfach nichts für mich ist?
Ist letzteres der Fall: Kein Problem! Es gibt viele andere gute Dinge,  nicht jeder kann alles machen.
Andere Möglichkeiten ohne jegliche Bindung gibt es – so gibt es beispielsweise einen „Pott“, um Familien die Bereitstellung sauberen Wassers zu ermöglichen, Hilfe zur Selbsthilfe zu fördern oder ein Mutter-Kind-Programm zu unterstützen.
Überlegst du, eine Patenschaft abzuschließen – es sind 30€/Monat (+ 15€ zu Weihnachten & Geburtstag). Und es wäre schön, wenn das Kind zwischen 1x monatlich und 3x im Jahr einen Brief oder eine Postkarte von dir erhält – wobei man diese auch online schreiben kann.

Man rettet hiermit zwar nicht die ganze Welt – doch verändert man die Welt und Sicht eines Menschen. Und wie heißt es so schön: „Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Schritte tun, dann werden sie das Gesicht der Welt verändern.“

Zwei Anmerkungen zum Abschluss

Bevor ich zum Ende komme, noch zwei Punkte, die ich unbedingt noch erwähnen möchte.
Eine Sache, die mich von der Organisation überzeugt, ist, dass es die Leute vor Ort sind, die hier hauptsächlich tätig sind. Compassion ist sozusagen lediglich „Vermittler“ zwischen den einzelnen „Parteien“. Dadurch gibt es keine unsinnigen Projekte, die für uns Westler so sinnvoll scheinen, jedoch z.B. kulturell absolut unpassend sind, vor Ort nicht angenommen werden und somit nur Geldverschwendung sind. Denn der Input, was benötigt wird, kommt von vor Ort. Und das rundum, auf allen Ebenen.

Der zweite Punkt ist eine Idee bzgl. der Auswahl des Patenkindes. Natürlich gibt es hier kein falsch oder richtig! Mancher hat zu einem der Länder einen persönlichen Bezug und möchte deshalb ein Patenkind aus einem bestimmten Land. Eine andere Möglichkeit der Patenkindwahl ist, dass man das Geburtsdatum eines eigenen Kindes nimmt und bei Compassion anfragt, ob es ein Kind gibt, das gleich alt ist. Vielleicht wird dein Kind nie der große Briefschreiber werden – aber eventuell entwickelt sich ja auch eine Art Freundschaft daraus.
Was auf jeden Fall sicher ist, ist, dass der Horizont eures Kindes durch den Blick über den Tellerrand erweitert wird.

Compassioin - Dankbarkeit

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