Jedes Jahr die gleiche Frage: Was kommt dieses Jahr in den Adventskalender? Welche Art Adventskalender soll es werden? Ein Kalender aus Schokolade ist schnell gekauft, doch ist das so unpersönlich und der wirkliche Inhalt von Weihnachten geht verloren. Da ich immer froh über neue Ideen bin, habe ich hier eine Sammlung für euch. Kalender, die ich in den letzten Jahren hatte und zusätzlich auch Ideen, die ich bei Freundinnen gesammelt habe.
Mal sind die Adventskalender für Kinder, mal für Erwachsene – denn, ganz ehrlich: Für Adventskalender wird man irgendwie nie zu alt, oder? 😉
Hier ist die Übersicht der Ideen. Vielleicht ist etwas dabei, dass dieses Jahr für euch gut passt?
Aber es gibt noch viel mehr Ideen! Schreibe mir und den anderen Lesern gerne deine Ideen bzw. Erfahrungen aus den letzten Jahren gerne in den Kommentar als weitere Ergänzung. Das würde mich freuen.
| Idee | Für wen |
|---|---|
| Krippen-Adventskalender | ca. 2–10 Jahre Aufwand: mittel |
| Rica-Fensterbilder | ca. 3–6 Jahre gekauft |
| Adventsspirale | kleine Kinder Aufwand: gering |
| Dänische Adventskerze | ganze Familie Aufwand: sehr gering |
| Magnetischer Adventskalender | ca. 2–10 Jahre gekauft |
| Hörspiel-Adventskalender | ab 4 bzw. ab 6 Jahren gekauft |
| Säckchen zum Befüllen | ganze Familie Aufwand: mittel |
| Foto-Kalender für Papa, Oma & Opa | zum Verschenken Aufwand: mittel |
| Sich gegenseitig beschenken | ab ca. 12 Jahren Aufwand: gering |
| Gruppen-Adventskalender 24×24 | Freundeskreis Aufwand: hoch |
Inhaltsverzeichnis
ToggleAdventskalender für kleine Kinder
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1) Krippen-Adventskalender – für kleine Kinder (ca. 2-10 Jahre)
Bei Elisabeth besteht der Adventskalender für ihre 3 Kinder aus einzelnen Figuren und Elementen ihrer Weihnachtskrippe:
Idee & Ablauf:
Der Stall steht von Anfang an da, jeden Tag kommt dann durch den Adventskalender nach und nach eine Figur, ein Tier oder ein Element (z.B. ein Zaun für die Schafe, eine Palme…) dazu. Es gibt dafür keine Reihenfolge, einzige Ausnahme sind das Jesus-Baby & der Stern – die kommen immer erst am 24.12. .
Ich hatte mir überlegt, die Weihnachtsgeschichte zusätzlich auf einen Zettel zu schreiben und jeden Tag ein Stück davon mit einzupacken. Einmal habe ich es nicht mehr geschafft und sie erst später dazu gepackt.
Alter: Angefangen habe ich damit als meine Große 2 Jahre alt war. Sie konnte dann schon etwas damit anfangen und ich habe ihr anhand der Tiere die Weihnachtsgeschichte erzählt. Inzwischen wechseln sich die Kinder immer ab. Sie wissen zwar jetzt immer schon was drin ist, freuen sich aber trotzdem jedes Jahr wieder riesig.
Umsetzung:
Der Adventskalender selbst besteht aus mehreren Stöcken, die ich so geschnitten habe, dass sie in Form eines Baumens hängen. Diesen dekoriere ich oft als Weihnachtsbaum und hänge dort dann die Säckchen mit den Figuren dran.
Material: Du brauchst keine neue Krippe zu kaufen. Es geht mit der, die ohnehin jedes Jahr aufgestellt wird – nur eben von Anfang an und nicht erst an Heiligabend. Wenn deine Figuren empfindlich sind, lohnt sich ein zweiter Satz aus Holz oder Filz zum Spielen. Fertige Krippen-Adventskalender gibt es auch zu kaufen, meist mit 24 kleinen Figuren zum Aufstellen.
Andere Variante: Ich hatte für meine Jungs mit Klebeband einen Zeitstrahl auf das Fensterbrett gemalt (bzw. das Klebeband auf das Fensterbrett geklebt, beschriftet, und anschließend nocheinmal beklebt, damit es haften bleibt). Auf dem Zeitstrahl waren die Zahlen 1-24, jede Nummer mit einem Strich abgetrennt. Am Ende des Zeitstrahls stand die Krippe. Jeden Tag durften die Figuren nun einen Schritt weiterwandern – bis sie am 24.12. bei der Krippe angekommen waren.



2) Rica Fensterbilder-Adventskalender (ca. 3-6 Jahre)
Die Adventskalender der Rica-Serie wurden mir gleich zweimal empfohlen.
Einmal von Johanna, welche in der Arbeit in der Kinderkrippe immer „Rica auf dem Weg zur Krippe“ vorgelesen hat, sowie von Hariett, die mit ihren Kindern daheim „Rica auf dem Weg nach Bethlehem“ liest.
Die Adventskalender bestehen jeweils aus 24 fortlaufenden Geschichten in denen Rica, das Schaf, von den Abenteuern erzählt, die es auf dem Weg erlebt. Neben der Geschichte gibt es täglich ein passendes Fensterbild, welche sich gut zusammensetzen lassen.
Den Kalender kann man praktischerweise platzsparend lagern und jedes Jahr wieder verwenden – oder vielleicht auch unter Freunden, die sich einen anderen gekauft haben, austauschen? 😊
Hier gibt es den Adventskalender zu kaufen:


3) Die Adventsspirale (ab 2 – 99 Jahre)
Die Idee: Die Idee der Adventsspirale habe ich von Katharina bekommen. Es handelt sich um eine Spirale mit 24 Mulden, in welche man täglich eine Murmel o.ä. legt. So lässt sich, vor allem auch für kleine Kinder, ganz anschaulich das Voranschreiten des Advents zeigen. Es ist auch ein netter Einstieg, um nach dem Legen der Murmel eine Weihnachtsgeschichte (z.B. von Rica – siehe oben) zu erzählen.
Woher bekommt man die Adventsspirale:
Man kann die Advenstsspirale kaufen (z.B. hier).
Doch auch basteln ist möglich – und zusätzlich deuchtlich günstiger. Du kannst sie einfach mit deinem Kind aus Salzteig machen und anschließend anmalen. Meinem Sohn hat das auch schon mit 2 Jahren sehr viel Spaß gemacht! 😊
Die Anleitung für Salzteig & die Adventspirale findet ihr in dem Artikel Winter-&Adventsbasteleien mit Salzteig.


4) Der Magnetische Adventskalender zum Spielen (ca. 2-10 Jahre)
Rebecca hat für ihre Kids zwei Kalender. Er sah jedes Jahr anders aus, lange gab es ihn immer beim SCM oder auch im dm zu kaufen.
Leider musste ich feststellen, dass es ihn nun in keinem Laden mehr gibt – doch auf Kleinanzeigen ist er noch zu finden. 🙂 Oder man kontaktiert die Illustratorin, Tanja Husemann, unter info(at)dekoartistda.de.
Neben den (teilweise) mehr als 24 Magneten, die sich hinter den Türen verbergen, gibt es ein Magnetpanorama, auf welchem die Kinder die Weihnachtsgeschichte oder auch ihrer Phantasie entsprungene Geschichten nachspielen können. Auf der Rückseite ist außerdem die Weihnachtsgeschichte zum Vorlesen abgedruckt.

5) Der Hörspiel-Adventskalender – jeden Tag eine neue Folge (ab 4 bzw. 6 Jahre)
Schon länger liebäugle ich mit dieser Art Adventskalender, dieses Jahr sind meine zwei Söhne nun alt genug für einen Hörspiel-Adventskalender.
D.h. ein Hörspiel, aufgeteilt in 24 Teile. Jeden Tag läuft ein Stück, und am 24. ist die Geschichte zu Ende. Zwei habe ich mir angeschaut:
- „Das allererste Krippenspiel“(*) von Sebastian Rochlitzer ist für Kinder ab 4 Jahren, hat 24 Tracks und dauert insgesamt gut eine Stunde – also etwa drei Minuten pro Tag.
Inhalt: Ulfie reist ins 13. Jahrhundert zu Franz von Assisi, der als Erster ein Krippenspiel mit echten Tieren aufgeführt hat.
Erhältlich bei: Es gibt ihn als Download, als CD und auch bei Spotify. - „Der Geschichten-Adventskalender“ von Eckart zur Nieden ist ab 6 Jahren und deutlich länger: zwei Geschichten, die über 24 Tage erzählt werden, je etwa acht Minuten. Die Aufnahmen sind aufwendig im Hörspielstil mit mehreren Sprechern umgesetzt.
Erhältlich bei: Als CD oder auch als Download beim SCM.
Für kleinere Kinder würde ich das Krippenspiel nehmen, für Grundschulkinder eher den Geschichten-Kalender. Ich berichte, wie es bei uns gelaufen ist. Sie lieben Ulfi bereits von seinen anderen Hörspielen und ich denke, dass auch der Adventskalender gut ankommmen wird.


Adventskalender selber basteln und befüllen
1) Kalender zum Befüllen – der Klassiker
Rebeccas zweiter Kalender ist ein selbstgemachter Kalender, den sie jedes Jahr neu befüllt. Hierfür hat sie 24 Säckchen genäht, die sie an einem Ast (an der Wand bzw. der Vorhangstange befestigt) aufhängt.
Wenn die Stange leer wird und die Weihnachtskarten eintrudeln, werden diese mit kleinen Klammern aufgehängt.
Befüllt werden die Säckchen z.B. mit Süßem, Nüssen, Trockenobst, Matchboxautos, günstigen Ohrringen… . Die 4 Kinder wechseln sich beim Aufmachen ab, wobei die großen den kleinen beim Abhängen helfen.
Hariett hatte vor einigen Jahren einen ähnlichen Adventskalender (ehe die Kinder durch Omas, Opas und den Kindergarten bereits auf 4 Adventskalender pro Kind kamen…). Hier hatte sie u.a. Gutscheine für gemeinsame Erlebnisse (z.B. Ausflüge) hineingesteckt.
Auch Corina hat sich für das Befüllen mit Erlebnissen entschieden. Ihre Ideen findest du hier.

2) Adventskalender mit Fotos vom Baby/Kleinkind für den Papa, Oma&Opa, Tante…
Julias Adventskalender mit Fotos ihrer Kleinen ist super süß und hängt dadurch sogar immer das ganze Jahr – wo er auch von Besuchern wie mir immer wieder gerne angesehen wird. 😊
So wird er gemacht:
- 24 lustige Fotos vom Baby machen. Dazu dem Baby/Kleinkind verschiedene Gegenstände in die Hand geben oder es lustig anziehen und dann einfach drauf los knipsen.
- Fotos entwickeln. (z.B. bei DM)
- Klappkarten mit Zahlen darauf basteln. (Zahlenaufkleber gibt’s fertig z.B. im DM im DIY-Adventskalender oder bei dm als kostenlosen Download zum Ausdrucken in blautönen oder schwarz-weiß)
- Karten mit Fotoecken bestücken und mit Sprüchen versehen.
- Aufhängen – bei uns hat sich das Wäscheleinen-Prinzip angeboten, es geht aber natürlich auch anders


Adventskalender für Größere und Erwachsene
1) Sich gegenseitig beschenken (ab ca. 12 Jahren)
Christines Kinder sind schon älter – inzwischen erwachsen.
Mit ca. 12 Jahren haben ihre zwei Mädels jeweils ca. 20-30€ erhalten und hatten die Aufgabe, damit für die Schwester einen Adventskalender zu basteln und zu befüllen. Hat ihnen das Geld nicht gereicht, haben sie oft noch etwas von ihrem eigenen Taschengeld genommen.
Lisa (Tochter) meint auch heute rückblickend noch: „Es war schon echt immer cool!“
2) Dänische Adventskerze
Eine ähnliche Idee ist die Adventskerze (auch „Kalenderlys“ genannt). In Deutschland ist sie denke ich kaum bekannt, ich habe vor ein paar Jahren durch Praktikanten aus Dänemark davon gehört: Es handelt sich um eine relativ lange Kerze, welche von oben nach unten mit den Zahlen 1-24 beschriftet ist. Manchmal schön verziert oder auch mit Markierungen zwischen den Zahlen, manchmal schlicht gehalten – je nach Geschmack. Jeden Tag, wenn man Zeit (zusammen) hat, zündet man die Kerze an und lässt sie bis zur nächsten Markierung oder Zahl abbrennen, bevor man sie wieder auspustet.
Alternativ kann man das natürlich auch etwas abwandeln und nur die Zahlen 1-4 für die jeweiligen Adventwochen nehmen. Ist dann zwar nicht mehr die dänische Version, aber trotzdem schön. 😊 Ein Beispiel sowie eine Anleitung gibt es hier.

3) Gruppen-Adventskalender – 24×24
Seit einigen Jahren organisiere ich einen Gruppen-Adventskalender.
Um es etwas einfacher zu machen, was das Geschenk angeht (es soll ja für jeden passen), „nur“ für Frauen unserer Freikirche (wobei die Männer meist ja eh nicht so die Bastler sind😉).
Wie funktioniert es?
- Es gibt 24 Teilnehmerinnen/Plätze
- Jede Teilnehmerin erstellt 24 gleiche Päckchen mit einer Kleinigkeit & einer kurzen Notiz/Vers & Namen
- Wenn ich alle Anmeldungen zusammen habe, verteile ich die jeweiligen Nummern, die jede Teilnehmerin zusätzlich außen auf ihre Päckchen schreibt. [ansonsten muss man als Organisator zusätzlich 576 Päckchen beschriften…!]
- Die Päckchen müssen bis Mitte November bei mir abgegeben werden
- Ich sammle die Päckchen und setze daraus in Schuhkartons, Papiertaschen u.ä. die 24 Adventskalender zusammen, welche ich bis zum 1.12. an alle Teilnehmerinnen zurückgebe.
Es war wirklich toll, was es bisher alles gab! Von Kerzen und Bodylotion über Kräutersalz, gebratenen Mandeln und einem Süßigkeitenpäckchen hin zu Honigseife, einem Lesezeichen… und vielem mehr. 😊


Weitere Ideen zur Gestaltung der Weihnachtszeit mit Kindern, und wie man hier auch den Fokus auf den Grund für Weihnachten -die Geburt Jesu- lenken kann, findest du auf Susanna’s Blog.
Ich hoffe, du hast hierunter die ein oder andere Idee finden können. Wenn du noch andere Ideen hast, lass es uns gerne wissen!
Häufige Fragen
Für alles, was gebastelt oder bestellt wird: Anfang November. Beim Gruppen-Kalender schon ab Ende September, da sich alle abstimmen müssen und der Aufwand recht groß ist.
Wenig und nichts Verschluckbares. Ein Bild, ein Holztier, ein Keks reichen völlig. Zu viel überfordert sie nur.
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Das stimmt – deshalb würde ich diese Zeilen am liebsten weglassen.
Das ist jedoch gesetzlich vorgeschrieben und muss vor dem ersten Link stehen.
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