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Körper, Seele & Geist – warum wir sie nicht vernachlässigen sollten

Körper, Seele und Geist – Gott hat uns als Ganzes geschaffen. Und genau das hat mich in den letzten vier Jahren auf eine ganz neue Reise geführt.
 
Mit meinem ersten Kind habe ich im ersten Jahr vor allem über mich, das Leben und den Glauben gelernt – mehr dazu in diesem Artikel.
Mit meinem zweiten Sohn kam, für mich sehr überraschend, ein ganz neuer Bereich in den Fokus: Ich habe erkannt, wie wichtig Sport,
Dehnung und Entspannung sind. Inzwischen habe ich verschiedenes kennengelernt: Osteopathie, Online-Sportkurse, Tikva, Schröpfen/Cupping…

Da diese Dinge und das Wissen so wertvoll für mich geworden sind, möchte ich ein paar davon mit euch teilen. In der Hoffnung, dass du auch davon profitierst.

Eines vorweg: Ich bin keine Ärztin und habe keine medizinische Ausbildung. Was ich hier teile, kommt aus meinem Alltag als Mama – aus Kursen, Büchern, Sitzungen bei der Osteopathie und Physiotherapie, meiner Tikva-Schulung und vor allem aus eigenen Beschwerden und deren Linderung. Kein Expertenwissen im Detail, aber punktuell angesammeltes, durchaus fundiertes Wissen – von einer Mama mit Problemen, für Mamas in ähnlichen Situationen.

Lektion 1: Der ganze Mensch zählt – Körper, Seele & Geist!

Was mir in den letzten Jahren besonders wichtig geworden ist: Der ganze Mensch zählt. Nicht nur ein „Element“. Es ist auch gar nicht sinnvoll, ihn anders zu sehen.
Denn Gott hat uns mit Körper, Seele und Geist geschaffen – wie können wir da annehmen, nur eines davon wäre zu betrachten oder zu pflegen?

Eine kurze Randbemerkung für alle Bibelliebhaber: Es ist wirklich interessant, darauf zu achten, wie Gott in verschiedenen Versen explizit alle drei anspricht – z.B. 1. Thessalonicher 5,23, 1. Mose 2,7 und Hebräer 4,12.

Psalm 139,14 fasst das wunderbar zusammen – und wenn man genau hinschaut, spricht sogar dieser eine Vers alle drei Dimensionen an:

  • „auf eine erstaunliche, ausgezeichnete Weise gemacht“ – Körper: die wunderbare physische Beschaffenheit
  • „Ich preise dich“ – Geist: die Fähigkeit zum Lobpreis und zur Anbetung Gottes
  • „meine Seele weiß es sehr wohl“ – Seele: das innere Bewusstsein, das Gottes Werke erkennt und sich darüber freut

Körper, Seele und Geist – das lässt sich nicht trennen!
Auch wenn wir dazu neigen, nur eines aktiv zu pflegen: Nur den Körper (z.B. durch Sport oder Massagen), nur die Seele (z.B. Emotionen verarbeiten, Stressmanagement oder Gespräche mit Freunden) oder nur den Geist (z.B. Beten, Bibel lesen oder nachsinnen) – das ist absolut unausgewogen.

Wenn wir uns um den Körper kümmern, dann sollte man im besten Fall nicht nur eine Sache betrachten – sondern „weiter“ schauen.
Auch bezogen auf „nur“ den Körper, denn verschiedene Körperteile beeinflussen einander. Stehen wir mit unseren Füßen falsch, wirkt sich das auf die Wirbelsäule aus. Es macht langfristig keinen Sinn, sich bei Problemen mit dem Rücken nur mit diesem zu beschäftigen und das Problem, das durch den falschen Stand kommt, zu ignorieren.

Vier Jahre Kurse, Weiterbildungen und Erfahrungen in einem Artikel zu fassen, wäre zu viel und zu trocken. Deshalb versuche ich thematisch vorzugehen und es auch praktisch werden zu lassen. 🙂

Lektion 2: Der Segen des Körperbewusstseins

Körperbewusstsein ist wichtig. Nur so können wir wahrnehmen, wie es körperlich um uns steht – Warnungen des Körpers erkennen und darauf reagieren. Statt „taub“ zu sein gegenüber dem, was unser Körper uns sagt, oder es mit Schmerzmitteln auf „stumm“ zu schalten.

Ich habe den Eindruck, dass heutzutage viel mit dem Slogan „Spüre deinen Körper“ gearbeitet wird – oft verknüpft mit Esoterik, Yoga oder rhetorischen Tricks aus der Verkaufspsychologie. Ich hatte deshalb lange eine Abwehrhaltung gegenüber allem, was mit Körperbewusstsein oder Atemübungen zu tun hatte. Doch ich durfte erkennen: Den Körper zu spüren ist nichts Schlechtes. Es ist erst einmal neutral und wertvoll. Was wir, oder andere, anschließend damit machen, macht es einer guten oder schlechten Sache dienlich.

Unser Körper ist von Gott geschaffen. Je mehr wir über ihn lernen, desto mehr entdecken wir Gottes Genialität, Kreativität und Intelligenz – nicht in der Theorie, sondern ganz praktisch an uns selbst. Der erste Schritt dazu: Unseren Körper zu verstehen und ihm zuzuhören.

Das heißt nicht, dass ich es einfach finde, auf ihn zu hören. Es fängt schon damit an, dass man dafür zur Ruhe kommen und „zuhören“ muss. Man muss sich dafür Zeit nehmen und in Ruhe „hören“, wie es einem geht. 

Lektion 3: Die Kunst der gesunden Selbstfürsorge

Gerade als Mama kennt man das gut: Die Kinder gehen vor. Der Haushalt. Der Mann. Die To-do-Liste. Und irgendwo kommt man selbst. Es geht einem nicht gut? Man bekommt vom Arzt eine Krankschreibung angeboten? Mindestens in der Elternzeit ist das egal – man muss irgendwie funktionieren und den Alltag bewältigen.

Dabei ist es eine echte Gratwanderung: Sich um andere kümmern, ohne sich selbst dabei zu vergessen. Doch von einer Mutter, der es gut geht, profitiert die ganze Familie… so wie alle darunter leiden, wenn es ihr nicht gut geht.

Ich finde es richtig toll, dass wir in der Bibel hierzu von Jesus selbst eine Grundlage bekommen. Eine „Anleitung“, wie man das richtig handhaben kann, ohne von einer Seite vom Pferd zu fallen. Wie man sich nicht zu wichtig, aber auch nicht zu wenig wichtig nimmt.
In Matthäus 22,37-39 sagt er:
„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand. Das ist das größte und erste Gebot. Das zweite aber ist ihm gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“

„Wie dich selbst“ – das bedeutet beides: Auf den Anderen achten und auf sich selbst. Nicht entweder-oder. Und die Grundlage für beides ist die Gottesliebe – sie kommt zuerst, sie trägt alles andere. Sie führt uns zu unserer Identität und unseren Wert.

Interessanterweise konnte ich – soweit ich es bei mir selbst als auch bei anderen über die Jahre beobachten konnte – feststellen: Wenn dieses Gleichgewicht, mit der Gottesliebe als Zentrum, nicht besteht, wird es auf lange Sicht immer ungesund. Körperlich, seelisch und geistlich.

Sich also um den eigenen Körper, das eigene Wohlergehen zu kümmern, ist kein Egoismus. Es ist Teil davon, wie Gott es sich gedacht hat. Mit der Gottesliebe als Basis wird sich dies auch nicht zur egoistischen Selbstliebe entwickeln. Man kann sogar sagen: „Die Fürsorge für den eigenen Körper und das seelische Wohlergehen ist keine Nebensächlichkeit, sondern Teil der Verantwortung als Gottes Ebenbild“.

Was das konkret bedeutet

Ganzheitlichkeit klingt schön – aber wie sieht das im Alltag aus? Ich bin keine Theoretikerin. Ich bin eine Mama, die selbst mit Beschwerden gekämpft hat und dabei Dinge entdeckt hat, die wirklich helfen.

In den nächsten Artikeln zeige ich dir drei konkrete Dinge, die mir persönlich sehr geholfen haben:

  • Selbstmassage und Dehnen mit einem Tennisball – drei einfache Übungen für Füße, Schulter und Nacken, die in unter 15 Minuten helfen und keinen Cent kosten
  • Schröpfen/Cupping – eine einfache, effektive Massage, die bei uns sogar zu gemeinsamer Zeit zu zweit geworden ist.
    Hier profitieren sehr leicht Körper, Seele und Geist gleichzeitig davon.
  • Tikva – ein ganzheitliches Training für Körper, Seele und Geist, das bewusst auf Gott ausgerichtet ist – und eine wunderbare Alternative zu Yoga

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