Gleise in's ungewisse
Gedanken & Glaube

Dem Tod „näher“

Als ich 8 Jahre alt war, starb mein Opa. Ich hatte keine wirkliche persönliche Beziehung zu ihm, aber das war das erste Mal, dass ich mitbekommen habe, dass jemand aus der Familie stirbt und sozusagen dieser Platz in der Familieninternen Altersrangliste frei bzw. leer wurde.

Später, mit 16-18, folgten dann die anderen Großeltern.

Mit diesem Bewusstsein wurde mir, als wir Eltern wurden, manchmal etwas mulmig. Denn somit waren wir alle sozusagen eine Stufe aufgestiegen – meine Eltern wurden zu Oma&Opa, meine Schwester zur Tante und wir zu Eltern. Und zusätzlich habe ich zum ersten Mal erlebt wie schnell so ein Aufstieg geschehen kann – noch einmal so lange, und wir werden evtl. wieder aufsteigen.
Doch der Unterschied ist, dass ich zu den mir aktuell vorhandenen Familienmitgliedern eine tiefergehende Beziehung habe. Wenn sie sterben, dann werde ich das viel deutlicher merken. Es wird ein ziemlicher Einschnitt sein.

Ein anderer Indikator, dass man älter wird, ist natürlich die immer höher werdende Zehnerzahl bei dem Alter.
Es ist auch in gewisser Weise seltsam, wenn man plötzlich bemerkt, wie man Dinge tut oder sagt, die man von früher von den „Älteren“ kannte (die, heute betrachtet, gar nicht so alt waren…) – und plötzlich merkt, dass man selbst „alt“ ist. Wie man beispielsweise nicht auf Instagramm ist, und bemerkt, dass man sich so verhält wie früher die „Älteren“ bei Lokalisten, SchülverVZ und wie sie nicht alle hießen (bevor facebook sie alle ablöste).

Natürlich weiß ich, dass man nicht nur – wie im Bilderbuch – erst mit hohem Alter sterben kann [und meine Eltern sind z.B. beide aus gesundheitlichen Gründen schon 1-2x fast gestorben – es ging teilweise nur um wenige Stunden]. Doch das Alter setzt der Lebensdauer trotzdem ein maximales Limit. Ein Limit, an dem auch die gesündeste Lebensweise, Sport, gesunde Ernährung, Ärzte & Medizin nichts ändern können.

Ich weiß nicht, ob du solche Gedanken kennst?
Ob du sie dir auch schon mal gemacht hast?
Die tolle Nachricht ist: Wenn wir Gottes Versöhnungsangebot angenommen haben, dann braucht uns diesbezüglich nicht mulmig sein. Denn nach dem Leben hier auf der Erde geht es weiter – bei Gott! Unser Leben hier auf der Erde, oder auch generell ein langes Leben, ist nicht unser Lebensziel als Christ. Die Ewigkeit ist unser „Zuhause“. Der Tod ist nicht das Ende.

Mich hat dazu das Lied „Ewigkeit“ der Outbreakeband sehr angesprochen. Es wurde eigentlich mit dem Blick auf Christenverfolgung geschrieben, doch ich finde es passt auch hier sehr gut. In dem Lied schreiben sie folgendes:

Ich weiß: Ich bin nur zu Besuch. Denn wahre Heimat gibst nur Du.
Als Bürger deines Himmelreichs werd ich für immer bei Dir sein.

Die Ewigkeit ist mein Zuhause. Du hast sie mir ins Herz gelegt.
Auch wenn ich sterben werde, weiß ich, dass meine Seele ewig lebt.
Und diese Hoffnung wird mich tragen bis ich Dir gegenüber steh.

Mit Fokus auf die Ewigkeit leb ich für das, was ewig bleibt.
Das Ziel vor Augen, Tag für Tag bis ich den Lauf vollendet hab.

Mit der dort beschriebenen Gewissheit, dass Gott den besten Plan hat (auch wenn es ein schwerer Weg sein könnte) und der Ewigkeit vor Augen, da spielt es keine Rolle mehr, dass man sozusagen eine Stufe hoch rückt oder auch das man älter wird.

Dieses Ziel so vor Augen zu haben, rückt die Prioritäten wieder gerade.
Meinen Blick so auf die Ewigkeit gerichtet möchte ich weitergehen.

 

…soweit meine Gedanken. Lass mich gerne via Kommentar wissen was du denkst! Kennst du das Gefühl? Ist es dir vollkommen fremd? Wie gehst du mit dem Älterwerden oder dem Gedanken an den Tod um?

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